Dienstag, 24. März 2009

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Am Wochenende haben wir uns dank des guten Wetters zu einem kleinen Trip aufgerafft. Unser Ziel war die Hauptstadt Marylands die - typisch für die USA - nicht die ist, die es zu sein scheint. Es handelt sich nämlich nicht um die mit Abstand größte Stadt Baltimore und auch nicht um Washington D. C. (da diese quasi dem Staat direkt zugeordnet ist) sondern um Annapolis, die beschauliche und mit ~36.000 Einwohnern siebtgrößte Stadt des Bundesstaates.



Nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesem Städtchen vorallem bei gutem Wetter um ein lohnenswertes Ausflugsziel. Für viele ist die Stadt insbesondere aufgrund des Chesapeake Bays interessant, einer Flussmündung die bis in den Atlantik hinausreicht. Daher finden sich diverse Strandhäuser an den Küsten in typisch amerikanischer Bauweise (weniger Sein als Schein).



Auch der Hafen ist bei diesen Voraussetzungen natürlich gut besetzt und bietet auch für den angehenden Computeringenieur einige heitere Momente :).



Weitere Bilder zum Annapolis-Ausflug gibt es hier zu bestaunen.

Dienstag, 17. März 2009

Pimp up my castle

Dieses Mal haben die Neuigkeiten (leider) etwas auf sich warten lassen aber es gab viel zu tun und neben der Arbeit (US-Job plus "Altlasten" aus Deutschland), den vielen Dingen die wir hier unternehmen bleibt wenig Zeit.

Am Wochenende sind wir das erste mal auf amerikanischem Boden richtig Einkaufen gegangen. Hierfür bietet sich das Einkaufszentrum "Arundel Mills" im nahegelegenen Hanover an. Den Einkauf versuchten wir auch so gut wie möglich zu nutzen, denn wenn etwas günstig ist in den USA dann sind es Kleider/Schuhe. Vor allem die teuren US-Brands bekommt man hier zu sehr günstigen Preisen. Ein paar Bilder zu unserer Tour gibt es hier.

Am Samstagabend gab es in unserem Haus ein Treffen mit ein paar anderen Studenten von der Hochschule-Mannheim sowie einigen Au Pairs aus der Umgebung. Hoffe solche Treffen werden auch in Zukunft stattfinden auch wenn ich durch das dauerdeutschreden nach andauernder Abstinenz etwas verwirrt war ;).

Sonnst haben wir versucht die Gemeinschaftsräume in unserem trostlosen Heim durch einige Gimmicks etwas aufzupeppen. Hier kam es uns gelegen, dass ein uns bekannter Student seinen Weg zurück in die Heimat eintrat und wir so die Möglichkeit hatten einige seiner besten Stücke zu ergattern. Unter diesen war unter anderem ein Chillsessel sowie ein etwas betagtes aber dennoch gutes Bose/Sony Boxen-Verstärkerset.

Sonntag, 8. März 2009

A day in Washington

Über das Wochenende hat sich das Wetter wieder deutlich verbessert, so einen Aufschwung von -10° nach 20° sieht man in Deutschland nicht alle Tage.

Nachdem uns nach einigen Tagen aufgefallen ist, dass wir die USA mit über 100kg verlassen werden wenn wir so weiter machen, haben wir uns entschieden etwas für unsere Gesundheit zu tun und uns bei den lokalen Recreation Services anzumelden. Das sind hauptsächlich sportbezogene Freizeitaktivitäten bei denen man neben dem Arbeiten etwas ausspannen kann. Glücklicherweise bekommen wir die vergünstigen Studententarife (240$ / Semester) was das Ganze recht attraktiv macht. Das Fitnessstudio an der Uni hat auch viel zu bieten und lässt die meisten deutschen Studios echt alt aussehen.

Am Samstag habe ich mich das erste mal nach Washington D.C. gewagt nachdem meine Kollegen Sven und Chirs schonmal die Lage vor Ort an letztes Wochenende abgecheckt haben. Da wir das erste mal da haben wir die typische Touristentour hinter uns gebracht. Also hauptsächliche entlang der National Mall und damit eingeschlossen Gebäude wie das Kapitol das Washington Monument sowie das National Museum of American History wo wir den größten Teil des Tages verbrachten.

Hier gibt es auch einiges zu sehen beispielsweise stelle die Geschichtsabteilung von Mars inc. (der Hersteller des bekannten Schokoriegels) vor Ort handgemachte Schokolade vor, die die Leute auch in diversen Formen verköstigen konnten. Leider gab es hier auch das ein oder andere "mächtigere" US-Paar, welche nicht wirklich für den Geschmack von echter Schokolade zu gewinnen waren. Aber das war auch nicht weiter verwunderlich bei den Köstlichkeiten, welche es hier sonnst so zu bewundern gibt. Aber dazu mehr an einem anderen Tag...

Natürlich mussten wir uns auch die Teile Washingtons anschauen, welche man typischerweise aus diversen Hollywood-Bockbustern kennt. Beispielsweise das Lincoln Memorial oder das Weiße Haus.

Sehr interessant zu sehen ist auch das Bemühen der Bürger des Districts of Columbia (kurz D.C.) einen Repräsentanten in den Kongress zu bekommen, was bisher auch nach diversen Initiativen ein vergebliches Unterfangen ist. Der Leitspruch für den erbosten Bürger ist hier taxation without representation, welcher Bereits zur Kolonialzeit bestand hatte. Hier protestierten die amerikanischen Kolonien über fehlende Vertretung trotz zu zahlender Steuern. Für den geschichtsinteressierten Leser ist ein interessanter Artikel hier zu finden.

Natürlich wurden auch wieder divese Bilder geschossen um unseren Ausflug zu dokumentieren. Wie immer verweise ich dazu auf die Galerie.

Montag, 2. März 2009

Snow!

Wie gestern bereits zu lesen war hatte sich ein schneeiger Tag bereits angekündigt. So ist es auch gekommen, alles hier ist voller Schnee was man auf den folgen Bildern gut erkennen kann.


Da unsere Reifen momentan nicht in der besten Verfassung sind, haben wir uns aufgerafft zu Fuß und via Metro ins Frauenhofer Zentrum zu gelangen. Diese Reise dauerte kalte 50 Minuten, wobei der größte Teil zu Fuß absolviert werden musste. Dieser Fakt ist für die meisten Einwohner hier nicht nachzuvollziehen was wir unter anderem daran bemerkten, dass keiner außer uns und den Straßenarbeitern auf der Straße zu sehen war. Bei Fraunhofer angekommen musste man zudem mit ansehen, dass sich 90% der Mitarbeiter bereits, aufgrund des Schneefalls, entschieden hatten den Tag im Homeoffice zu verbingen. Zur unserem Glück entschied sich der Gründer des Zentrums (der Große) Victor Basili uns auf dem Heimweg in seinem Auto mitzunehmen. Natürlich nicht ohne vorher nochmal einige Kommentare über unsere Art der Fortbewegung abzulassen :).

Trotz alledem war dies ein interessanter Tag, da neben der regulären Arbeit ein PhD-Student vom MIT bei Fraunhofer zu Besuch war. Dieser hielt eine Präsentation über automatisierte Testerstellung, welche sich als sehr interessant herrausstelle.

Zum Schluss hier noch eine kleine Anekdote zu den Gesetzen in USA/MD. Auf unserer morgentlichen Reise entdeckten wir das folgende Schild was bei uns zu ziemlicher Erheiterung führte:



Nach einer kurzen Suche im Internet stieß ich auf folgende Seite. Hier geht es zusammengefasst darum, dass jeder der vorhat irgend wo zu Graben, dies bei Miss Utility anzumelden hat oder damit rechnen zu müssen im Schadensfall bis zu mehreren Millionen Dollar zahlen zu müssen.

it's the law!

Sonntag, 1. März 2009

English speaking enforced

Der Nachteil eines US-Aufenthalt mit deutschen Kollegen ist, dass man leider nicht sonderlich gut seine Englischkenntnisse verbessert. Daher haben wir heute beschlossen, dass ab sofort unter uns Deutschen nur noch englisch geredet werden darf. Um das Ganze auch umzusetzen wurde direkt eine Strafkasse eingeführt, welche auch gleich in den ersten Stunden mit 3 $ aufgefüllt wurde :).

Sonnst haben wir uns gestern mal mit den lokalen Ingenieuren getroffen. Diese kommen auch von der Hochschule Mannheim, da hier eine Partnerschaft zu der Fakultät für Mecanical engeneering besteht. Das Treffen fand in der berüchtigten 6309 Seminole Street statt wo bereits einige Generationen von "Maschbauern" ihr Unwesen getrieben haben (siehe Titelbild).

Glücklicherweise konnten ich am Freitag Abend (endlich) mein Zimmer beziehen. Es ist zwar ziemlich klein und hässlich gestrichten (Lachsfarben) aber dennoch bin ich froh endlich in wieder eigene vier Wände zu haben und nicht den ganzen Tag in einem Gemeinschaftszimmer verbringen zu müssen. Hierzu gibt es auch einige Bilder in der Gallerie.

Nachdem heute hauptsächlich Chillen angesagt war steht für morgen wieder Arbeiten an. Es gibt eine lokale Wintersturmwarnung. Es kann zu Schneefall bis zu 23 cm kommen, daher ist also mit einem interessanten Start in die neue Woche zu rechnen :).